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Yoga-Stile

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Hatha Yoga ist der Oberbegriff für posturales Yoga

Hatha Yoga ist der körperorientierte Bereich das Yoga, also jede Form der Ausübung von Asanas. „Ha“ steht symbolisch Sonne stehen, „Tha“ für Mond. Es geht also um den Ausdruck der Einheit (union / join / yoga = gleicher Wortstamm) einander entgegengesetzter Energien. „Hatha“ bedeutet auch Kraft; damit soll die Anstrengung unterstrichen werden, die notwendig ist, um das Ziel zu erreichen. Unter diesem Begriff werden Asanas, Pranayama (Atemübungen), Meditation sowie Tiefenentspannungstechniken subsumiert. Ein Hauptwerk ist die „Hatha Yoga Pradipika“, sie besagt, dass der Hauptzweck des Hatha Yoga die Befähigung zum Raja Yoga ist, der Meisterschaft über den Geist. Im Hatha Yoga gibt es unterschiedliche Stile:

Ashtanga Yoga

Der Name stammt aus dem „Yogasutra“ von Patanjali und beschreibt acht Stufen zur Verbindung mit dem Höchsten. Pattabhi Jois (1915-2009, Schüler von Krishnamacharya (1888-1989) ) war der Gründer des Ashtanga-Vinyasa-Yoga. Dieses Yogasystem ist ausgefeilt, anspruchsvoll und körperlich herausfordernd. Es bietet 6 festgelegten Serien an, unterrichtet wird davon meist nur die erste oder sogar nur Teile daraus. Hilfsmittel wie Blöcke und Gurte werden nicht verwendet. Asanas werden mit kontinuierlicher Ujjai Atmung, sowie mit Energieverschlüssen (Bandhas) und Blickfokussierung (Drishti) ausgeführt und durch Vinyasas (Sonnengüße) miteinander verbunden. Die durch diesen Prozess entstehende Hitze macht den Körper flexibler. Die ganze Praxis wird zur Meditation in Bewegung mit statischen und dynamischen Phasen. Diese Methode des Yoga mag auf einen Betrachter sehr athletisch und körperbetont wirken. Aber im Zentrum von Asthanga Yoga stehen weniger die Asanas als vielmehr drei klassische indische Meditationsmethoden: Bandhas, Beobachtung und Kontrolle des Atems, und Fokussierung des Blicks. Viele moderne Hatha-Yoga-Stile (z.B. die dynamischen: Power Yoga, Vinyasa Flow, …) leiten sich aus diesem Yoga ab.

Iyengar Yoga

nach B.K.S. Iyengar (1918-2014, Schüler von Krishnamacharya). Er galt als einer der führenden Yogalehrer weltweit, praktizierte und lehrte Yoga mehr als 75 Jahre. Iyengar war der Meister der wissenschaftlichen und therapeutischen Aanalyse von Yoga-Positionen. Er brachte eine neue Dimension der Genauigkeit und präzisen Ausrichtung in die Yogapraxis und verhalf dadurch dem Yoga im Westen zu Akzeptanz und Anerkennung. Die exakte Ausrichtung des Körpers, ein dem jeweiligen Asana angemessenes Timing und eine ausgewogene Übungssequenz sind wesentliche Bestandteile dieses Yogastils. Die Ausführung von Asanas und Pranayama soll letztendlich die dem Herzen innewohnende Weisheit entfachen, damit Ananda, Seligkeit, darin weilt. Die Asanas werden mit fortschreitender Praxis länger gehalten. Es wird mit allerlei Hilfsmitteln (Props) gearbeitet. Gurte, Klötze, Polster, Rückenbänke und ermöglichen den Yogaübenden, auch schwierige Asanas einzunehmen, tiefer in die Positionen zu gehen, oder bei körperlichen Beeinträchtigungen überhaupt zu praktizieren.

Anusara

Der Begriff Anusara kommt aus dem Sanskrit und bedeutet sinngemäß: sich mit der göttlichen oder universellen Kraft, dem Fluss des Lebens, zu bewegen und dem Herzen zu folgen. Der noch sehr junge Stil (1997) wurde von dem Amerikaner John Friend aufgebaut und fortgeführt durch die Anusara School of Hatha Yoga (ASHY). Er war langjähriger Ijengar-Yogalehrer. Anusara ist für den Körper eines Menschen im 21. Jahrhundert konzipiert. Daher verbindet Anusara die klassischen Yogastellungen basierend auf den Ausrichtungen von B.K.S. Iyengar mit modernen Prinzipien der Biomechanik und der Spiraldynamik. Die Praxis wird mit dem Gedankengut der tantrischen Philosophie verknüpft. In jedem Asana werden biomechanische Ausrichtungsprinzipien angewandt, um den Übenden nach und nach zu seiner optimalen Körperhaltung zu führen. Die undogmatische, praktische Spiritualität, die mittels eines Stundenthemas durch die Klasse führt, ist ein weiterer Unterschied zu den anderen Stilen.

Bikram Yoga / Hot Yoga

Im Bikram Yoga steht eine immer gleich bleibende Abfolge von Asanas im Mittelpunkt der Praxis, die in einem sehr heißen Raum (35-40 °C) mit 40% Luftfeuchtigkeit, durchgeführt wird. Ziel dabei ist es, den Körper durch Schwitzen zu entgiften und flexibel zu machen, der Körper ist durch die Wärme weniger verletzungsanfällig.

Vinyasa Yoga / Vinyasa Flow / Flow Yoga

Flow Yoga basiert auf dem Konzept des Vinyasa. „Vi“ bedeutet „in einer speziellen Weise“ und „nyasa“ kann man als „anordnen/platzieren“ übersetzen. Es gibt also keine festgelegte Reihenfolge, keine vorgegebenen Sequenzen. Der Kreativität hinsichtlich des Aufbaus der Stunde werden keine Grenzen gesetzt. Es ist ein vielfältiges, sich immer veränderndes Üben. Ein Asana verwandelt sich in das nächste, in vor-choreografierten Abläufen. Mit dem Atem wird das Hineingleiten in ein Asana und das Hinausgleiten harmonisch initiiert. Nicht dem Asana allein gilt dem Flow Yoga die volle Achtsamkeit, sondern auch den Verbindungen zwischen den Positionen. Die Asanas werden Teil eines Ganzen, sind nicht mehr isolierte Formen. Das bekannteste Vinyasa ist der Sonnengruß. Dadurch entsteht bei diesem Yogastil ein Fluss kontinuierlicher Bewegung, eine Meditation in Bewegung. Ein Gefühl der Einheit von Körper, Bewegung, Atem und Geist entsteht. Pranayama sowie Meditation sind ebenfalls Bestandteile im Vinyasa Yoga.

Power Yoga

Power Yoga ist eine zeitgemäße Interpretation von Ashtanga Yoga und in den USA sehr populär. Hier ist man nicht an eine feste Übungsfolge gebunden. Power Yoga entstand Anfang der 80er Jahre in den USA (Vorreiter: Bryan Kest aus LA, Beryl Bender Birch aus NY und Baron Baptiste aus Boston). Es wurde für den modernen westlichen Menschen der heutigen Zeit kreiert, der mit spirituellen Ideen nichts zu tun haben will. Man verzichtet auf Yogarituale wie Chanting, intensives Pranayama, ethische/philosophische Impulse, Guru Verehrung und Mantra Gesänge. Die Asanas werden zu einem fließenden und dynamischen Bewegungsablauf verbunden. Die Abläufe sind so modifiziert, dass jeder sie erlernen und ausführen kann. Bei dem Ausführen der Übungen steht der gleichmäßige und tiefe Atemfluss im Vordergrund. Im Vergleich zu anderen Yogarichtungen ist Power Yoga sehr kraftvoll und schweißtreibend.

Jivamukti Yoga

Im Sanskrit steht „Jiva“ für Seele des Einzelnen und „Mukti“ bedeutet soviel wie Befreiung im Leben. Jivamukti ist eine 1984 von David Life und Sharon Gannon entwickelte Yogamethode, die die physischen, philosophischen und spirituellen Aspekte des Yoga wieder vereinen will. Yoga ist mehr als nur ein System von Körperübungen, es ist eine spirituelle Praxis, ein Weg zu Erleuchtung. Deshalb betont dieser Yogastil zu Beginn der Stunde eine kräftigende Asanapraxis als Hauptelement, aber andere Elemente des klassischen Yoga wie Meditation, das Singen von Mantras (Chanting) und das Studium der alten Texte spielen ebenso eine wichtige Rolle. Die Klassen beinhalten fließende Vinyasa Squenzen, individuelle Hands-on Hilfestellungen, Pranayama (Atemübungen), Meditation, Chanting, yoga-philosophische Unterweisungen und eine Tiefenentspannung zum Abschluss. Häufig wird zu Musik praktiziert, gerne auch in einem raschen Tempo. Es werden sowohl Mantren als auch Popmusik angeboten.

Jivamukti Yoga baut auf 5 Pfeilern auf:

  1. Heilige Schriften
  2. Bhakti (Hingabe) das Erkennen des Göttlichen in allen Lebewesen
  3. Ahimsa (Gewaltlosigkeit) allen Lebewesen gegenüber als ein Hauptleitbild, thematisiert werden dabei z.B. ethischer Vegetarismus, Tierrechte, Umweltschutz sowie die Notwendigkeit, selbst sozial und politisch aktiv zu werden
  4. Musik – anregende, die Yogapraxis fördernde Musik, Kirtan (Ruf und Antwort Singen)
  5. Meditation

Shivananda Yoga

Benannt nach Swami Shivananda (1887-1963). Er lehrte einen ganzheitlichen Yoga mit Asanas, Pranayama, Entspannung, gesunder Ernährung, Entwicklung der Pranas (Lebensenergie) durch Yoga, Entwicklung der Emotionen mittels Bhakti Yoga (Mantra Singen und Gottesverehrung) und Karma Yoga (tätige Nächstenliebe), Schulung des Geistes durch Raja Yoga und Meditation und durch Erlangung der Unterscheidungskraft durch Jnana Yoga (Yoga der Erkenntnis). Er lehrte die Asanas in einer bestimmten Reihenfolge. Diese Reihe ist bekannt als „Rishikesh-Reihe“, bezeichnet nach der Stadt, in der der Shivananda Ashram liegt. Die Übergänge in der Übungsabfolge sind nicht fließend, die Ausgangsstellung verändert sich von Asana zu Asana. Shivananda Yoga bietet Atemverhaltung während der Praxis an. S.Y. wird in Deutschland in den Yoga Vidya Zentren gelehrt.

Acro Yoga

Acro Yoga zählt zu den modernen Yogarichtungen und ist 2003 in den USA (San Francisco) entstanden. Acro Yoga wird als Partner-Yoga praktiziert. Es verbindet Yoga-Asanas mit Akrobatikelementen und Thai-Massage. Diese drei bilden das Fundament für eine Praxis, die auf Vertrauen aufbaut, Verbindung pflegt und durch seine Verspieltheit Leichtigkeit in unser Leben zurück bringt. Es ist eine Praxis des Gebens und Nehmens, zu ehren und zu akzeptieren. Beide Yogis sind miteinander verbunden, während einer eine stabile Plattform bildet, läßt sich der andere tragen.

Vini Yoga

Vini Yoga geht auf Krishnamacharya und seinen jüngsten Sohn Desikachar zurück. Kennzeichen sind die Individualität des Praktizierenden und eine genaue Abstimmung auf die Gegebenheiten und Voraussetzungen jedes Einzelnen. Alle Yogahaltungen werden entsprechend der individuellen Bedürfnissen angepasst. Ursprünglich wurde dieser Stil, wie Desikachar es nennt, als „Ein Mund – zwei Ohren“ gelehrt. Mittlerweile leitet man Vini Yoga auch in Kleingruppen an, zugunsten des sozialen und gruppendynamischen Effekts. Vini Yoga ist der Ansatz einer individuellen Behandlung auch von kranken oder beeinträchtigten Menschen, der auch in der daraus entwickelten Yogatherapie umgesetzt wird.

Kundalini Yoga

Yogi Bhajan brachte 1986 Kundalini Yoga nach Amerika. Er gründete die 3 H Organisation, die seine Lehren bewahrt und weltweit verbreitet. Die drei H´s stehen für happy, healthy, holy (glücklich, gesund, ganzheitlich). Dieser Stil stammt aus Nordindien. Yogi Bhajan machte Lehren und Techniken des Kundalini Yoga öffentlich. Die Kundalini (auch Schlangenkraft) ist eine ruhende Kraft an der Basis der Wirbelsäule, die die Gegensätzlichkeit von Körper und Geist überbrücken kann. Die Übungen sollen diese Kraft wecken und bewirken, daß sie im Körper bis zum zum obersten Chakra aufsteigt. Mit diesem Erwachen sollen überwältigende Erfahrungen, außersinnliche Wahrnehmungen und ein überwältigendes Glücksgefühl einhergehen. Kundalini Yoga, ist eine Kombination von Asanas mit Pranayama, Mudras, Bhandas, Rezitieren von Mantren, Meditation und Entspannung. Typisch ist die Dynamik der Ausführung und die im Vergleich zu anderen Yogarichtungen einfachen Grundhaltungen. Die Präzision der Ausführung spielt eine untergeordnete Rolle. Sie sind stets mit Atemführung, innerer Konzentration und dem Gebrauch eines Mantras verbunden, deshalb wird überwiegend mit geschlossenen Augen praktiziert. Die Übungen werden in fest vorgegebener Reihenfolge (kriya) angeleitet, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Nach der Entspannungsphase gehört eine Meditationsübung zu jeder Yogastunde. Hier spielen Mantras und Mudras (spezielle Finger- und Armhaltungen) eine zentrale Rolle, sowie innere und äußere Konzentrationspunkte.

Tri Yoga

Kali Ray, die Meisterin des Tri Yoga, definiert ihre Flows als Meditation in Bewegung. Im Gegensatz dazu steht Vinyasa, was für sie bedeute,t den Prozess zu denken. Durch die kontinuierliche Wiederholung der Asana-Abfolgen, die wellenförmige Bewegung der Wirbelsäule (durch eine kontinuierlich ausgeführte Flexion und Extension der WS) und die konsequente Integration von Mudras und Atmung wird die bewußte Kontrolle ausgeschaltet. Dabei stellt sich ein tranceartiges Gefühl ein. Tri Yoga kennzeichnet einen linearen und systematischen Aufbau der Übungen. Dieser ist gegliedert von Basic bis Level 7. Dadurch hat der Yogi die Möglichkeit entsprechend seiner körperlichen Voraussetzungen die individuelle Yogahaltung zu finden und er wird auf schonende Weise auf fordernde Asanas vorbereitet.

Integraler Yoga

Diese von Sri Aurobindo entwickelte Form des Yoga vereint die Aspekte Jana, Bhakti und Karma Yoga. Sri Aurobindo bezieht sich damit auf die Terminologie der bekannten Schrift Bhagavad Gita. In der heutigen Zeit wird der integrale Yoga nach Sri Aurobindo als ganzheitlicher Weg in Kombination mit Yogaübungen und Meditation praktiziert.

Hormon Yoga

Dinah Rodrigues (aus Brasilien) studierte Psychologie und Philosophie. Als Yogalehrerin entwickelte sie eine Form der Hormontherapie durch Yoga für Frauen in den Wechseljahren. Typische Symptome wie Hitzewallungen, Kopfschmerzen und Osteoporose können durch entsprechende Übungen gelindert werden. Pranayama, Mudras, Bandhas, Mantren, Chakren sind Inhalte dieser Stunden.

Yin Yoga / Restorative Yoga

Eine sanfte Variante des Hatha Yoga, die die Energien des Körpers wieder aufbauen soll, es zielt nicht primär auf die Muskeln und Aufbau von Stärke, sondern mehr auf die bindegewebigsartigen Strukturen in der Tiefe. Wenige Positionen werden lange gehalten. Der Fluss der Lebensenergie des Chi soll gestärkt werden. Es bietet einen Ausgleich zu den meist sehr Yang-lastigen Yogastile im Hatha Yoga.

Anti-Gravity Yoga / Aerial Yoga

In an der Decke befestigten Tüchern wird ein körperorientierter und für Fortgeschrittene akrobatischher Yogastil praktiziert. [4] => 2015-08-04 17:15:34 [inhalte_angelegt] => 2015-08-04 17:15:34 [5] => 2 [inhalte_angelegt_von] => 2 [6] => 2015-08-04 17:26:15 [inhalte_geaendert] => 2015-08-04 17:26:15 [7] => 2 [inhalte_geaendert_von] => 2 [8] => 0 [inhalte_gesperrt] => 0 [teaser] => yoga )

Yoga-Stile


Hatha Yoga ist der Oberbegriff für posturales Yoga

Hatha Yoga ist der körperorientierte Bereich das Yoga, also jede Form der Ausübung von Asanas. „Ha“ steht symbolisch Sonne stehen, „Tha“ für Mond. Es geht also um den Ausdruck der Einheit (union / join / yoga = gleicher Wortstamm) einander entgegengesetzter Energien. „Hatha“ bedeutet auch Kraft; damit soll die Anstrengung unterstrichen werden, die notwendig ist, um das Ziel zu erreichen. Unter diesem Begriff werden Asanas, Pranayama (Atemübungen), Meditation sowie Tiefenentspannungstechniken subsumiert. Ein Hauptwerk ist die „Hatha Yoga Pradipika“, sie besagt, dass der Hauptzweck des Hatha Yoga die Befähigung zum Raja Yoga ist, der Meisterschaft über den Geist. Im Hatha Yoga gibt es unterschiedliche Stile:

Ashtanga Yoga

Der Name stammt aus dem „Yogasutra“ von Patanjali und beschreibt acht Stufen zur Verbindung mit dem Höchsten. Pattabhi Jois (1915-2009, Schüler von Krishnamacharya (1888-1989) ) war der Gründer des Ashtanga-Vinyasa-Yoga. Dieses Yogasystem ist ausgefeilt, anspruchsvoll und körperlich herausfordernd. Es bietet 6 festgelegten Serien an, unterrichtet wird davon meist nur die erste oder sogar nur Teile daraus. Hilfsmittel wie Blöcke und Gurte werden nicht verwendet. Asanas werden mit kontinuierlicher Ujjai Atmung, sowie mit Energieverschlüssen (Bandhas) und Blickfokussierung (Drishti) ausgeführt und durch Vinyasas (Sonnengüße) miteinander verbunden. Die durch diesen Prozess entstehende Hitze macht den Körper flexibler. Die ganze Praxis wird zur Meditation in Bewegung mit statischen und dynamischen Phasen. Diese Methode des Yoga mag auf einen Betrachter sehr athletisch und körperbetont wirken. Aber im Zentrum von Asthanga Yoga stehen weniger die Asanas als vielmehr drei klassische indische Meditationsmethoden: Bandhas, Beobachtung und Kontrolle des Atems, und Fokussierung des Blicks. Viele moderne Hatha-Yoga-Stile (z.B. die dynamischen: Power Yoga, Vinyasa Flow, …) leiten sich aus diesem Yoga ab.

Iyengar Yoga

nach B.K.S. Iyengar (1918-2014, Schüler von Krishnamacharya). Er galt als einer der führenden Yogalehrer weltweit, praktizierte und lehrte Yoga mehr als 75 Jahre. Iyengar war der Meister der wissenschaftlichen und therapeutischen Aanalyse von Yoga-Positionen. Er brachte eine neue Dimension der Genauigkeit und präzisen Ausrichtung in die Yogapraxis und verhalf dadurch dem Yoga im Westen zu Akzeptanz und Anerkennung. Die exakte Ausrichtung des Körpers, ein dem jeweiligen Asana angemessenes Timing und eine ausgewogene Übungssequenz sind wesentliche Bestandteile dieses Yogastils. Die Ausführung von Asanas und Pranayama soll letztendlich die dem Herzen innewohnende Weisheit entfachen, damit Ananda, Seligkeit, darin weilt. Die Asanas werden mit fortschreitender Praxis länger gehalten. Es wird mit allerlei Hilfsmitteln (Props) gearbeitet. Gurte, Klötze, Polster, Rückenbänke und ermöglichen den Yogaübenden, auch schwierige Asanas einzunehmen, tiefer in die Positionen zu gehen, oder bei körperlichen Beeinträchtigungen überhaupt zu praktizieren.

Anusara

Der Begriff Anusara kommt aus dem Sanskrit und bedeutet sinngemäß: sich mit der göttlichen oder universellen Kraft, dem Fluss des Lebens, zu bewegen und dem Herzen zu folgen. Der noch sehr junge Stil (1997) wurde von dem Amerikaner John Friend aufgebaut und fortgeführt durch die Anusara School of Hatha Yoga (ASHY). Er war langjähriger Ijengar-Yogalehrer. Anusara ist für den Körper eines Menschen im 21. Jahrhundert konzipiert. Daher verbindet Anusara die klassischen Yogastellungen basierend auf den Ausrichtungen von B.K.S. Iyengar mit modernen Prinzipien der Biomechanik und der Spiraldynamik. Die Praxis wird mit dem Gedankengut der tantrischen Philosophie verknüpft. In jedem Asana werden biomechanische Ausrichtungsprinzipien angewandt, um den Übenden nach und nach zu seiner optimalen Körperhaltung zu führen. Die undogmatische, praktische Spiritualität, die mittels eines Stundenthemas durch die Klasse führt, ist ein weiterer Unterschied zu den anderen Stilen.

Bikram Yoga / Hot Yoga

Im Bikram Yoga steht eine immer gleich bleibende Abfolge von Asanas im Mittelpunkt der Praxis, die in einem sehr heißen Raum (35-40 °C) mit 40% Luftfeuchtigkeit, durchgeführt wird. Ziel dabei ist es, den Körper durch Schwitzen zu entgiften und flexibel zu machen, der Körper ist durch die Wärme weniger verletzungsanfällig.

Vinyasa Yoga / Vinyasa Flow / Flow Yoga

Flow Yoga basiert auf dem Konzept des Vinyasa. „Vi“ bedeutet „in einer speziellen Weise“ und „nyasa“ kann man als „anordnen/platzieren“ übersetzen. Es gibt also keine festgelegte Reihenfolge, keine vorgegebenen Sequenzen. Der Kreativität hinsichtlich des Aufbaus der Stunde werden keine Grenzen gesetzt. Es ist ein vielfältiges, sich immer veränderndes Üben. Ein Asana verwandelt sich in das nächste, in vor-choreografierten Abläufen. Mit dem Atem wird das Hineingleiten in ein Asana und das Hinausgleiten harmonisch initiiert. Nicht dem Asana allein gilt dem Flow Yoga die volle Achtsamkeit, sondern auch den Verbindungen zwischen den Positionen. Die Asanas werden Teil eines Ganzen, sind nicht mehr isolierte Formen. Das bekannteste Vinyasa ist der Sonnengruß. Dadurch entsteht bei diesem Yogastil ein Fluss kontinuierlicher Bewegung, eine Meditation in Bewegung. Ein Gefühl der Einheit von Körper, Bewegung, Atem und Geist entsteht. Pranayama sowie Meditation sind ebenfalls Bestandteile im Vinyasa Yoga.

Power Yoga

Power Yoga ist eine zeitgemäße Interpretation von Ashtanga Yoga und in den USA sehr populär. Hier ist man nicht an eine feste Übungsfolge gebunden. Power Yoga entstand Anfang der 80er Jahre in den USA (Vorreiter: Bryan Kest aus LA, Beryl Bender Birch aus NY und Baron Baptiste aus Boston). Es wurde für den modernen westlichen Menschen der heutigen Zeit kreiert, der mit spirituellen Ideen nichts zu tun haben will. Man verzichtet auf Yogarituale wie Chanting, intensives Pranayama, ethische/philosophische Impulse, Guru Verehrung und Mantra Gesänge. Die Asanas werden zu einem fließenden und dynamischen Bewegungsablauf verbunden. Die Abläufe sind so modifiziert, dass jeder sie erlernen und ausführen kann. Bei dem Ausführen der Übungen steht der gleichmäßige und tiefe Atemfluss im Vordergrund. Im Vergleich zu anderen Yogarichtungen ist Power Yoga sehr kraftvoll und schweißtreibend.

Jivamukti Yoga

Im Sanskrit steht „Jiva“ für Seele des Einzelnen und „Mukti“ bedeutet soviel wie Befreiung im Leben. Jivamukti ist eine 1984 von David Life und Sharon Gannon entwickelte Yogamethode, die die physischen, philosophischen und spirituellen Aspekte des Yoga wieder vereinen will. Yoga ist mehr als nur ein System von Körperübungen, es ist eine spirituelle Praxis, ein Weg zu Erleuchtung. Deshalb betont dieser Yogastil zu Beginn der Stunde eine kräftigende Asanapraxis als Hauptelement, aber andere Elemente des klassischen Yoga wie Meditation, das Singen von Mantras (Chanting) und das Studium der alten Texte spielen ebenso eine wichtige Rolle. Die Klassen beinhalten fließende Vinyasa Squenzen, individuelle Hands-on Hilfestellungen, Pranayama (Atemübungen), Meditation, Chanting, yoga-philosophische Unterweisungen und eine Tiefenentspannung zum Abschluss. Häufig wird zu Musik praktiziert, gerne auch in einem raschen Tempo. Es werden sowohl Mantren als auch Popmusik angeboten.

Jivamukti Yoga baut auf 5 Pfeilern auf:

  1. Heilige Schriften
  2. Bhakti (Hingabe) das Erkennen des Göttlichen in allen Lebewesen
  3. Ahimsa (Gewaltlosigkeit) allen Lebewesen gegenüber als ein Hauptleitbild, thematisiert werden dabei z.B. ethischer Vegetarismus, Tierrechte, Umweltschutz sowie die Notwendigkeit, selbst sozial und politisch aktiv zu werden
  4. Musik – anregende, die Yogapraxis fördernde Musik, Kirtan (Ruf und Antwort Singen)
  5. Meditation

Shivananda Yoga

Benannt nach Swami Shivananda (1887-1963). Er lehrte einen ganzheitlichen Yoga mit Asanas, Pranayama, Entspannung, gesunder Ernährung, Entwicklung der Pranas (Lebensenergie) durch Yoga, Entwicklung der Emotionen mittels Bhakti Yoga (Mantra Singen und Gottesverehrung) und Karma Yoga (tätige Nächstenliebe), Schulung des Geistes durch Raja Yoga und Meditation und durch Erlangung der Unterscheidungskraft durch Jnana Yoga (Yoga der Erkenntnis). Er lehrte die Asanas in einer bestimmten Reihenfolge. Diese Reihe ist bekannt als „Rishikesh-Reihe“, bezeichnet nach der Stadt, in der der Shivananda Ashram liegt. Die Übergänge in der Übungsabfolge sind nicht fließend, die Ausgangsstellung verändert sich von Asana zu Asana. Shivananda Yoga bietet Atemverhaltung während der Praxis an. S.Y. wird in Deutschland in den Yoga Vidya Zentren gelehrt.

Acro Yoga

Acro Yoga zählt zu den modernen Yogarichtungen und ist 2003 in den USA (San Francisco) entstanden. Acro Yoga wird als Partner-Yoga praktiziert. Es verbindet Yoga-Asanas mit Akrobatikelementen und Thai-Massage. Diese drei bilden das Fundament für eine Praxis, die auf Vertrauen aufbaut, Verbindung pflegt und durch seine Verspieltheit Leichtigkeit in unser Leben zurück bringt. Es ist eine Praxis des Gebens und Nehmens, zu ehren und zu akzeptieren. Beide Yogis sind miteinander verbunden, während einer eine stabile Plattform bildet, läßt sich der andere tragen.

Vini Yoga

Vini Yoga geht auf Krishnamacharya und seinen jüngsten Sohn Desikachar zurück. Kennzeichen sind die Individualität des Praktizierenden und eine genaue Abstimmung auf die Gegebenheiten und Voraussetzungen jedes Einzelnen. Alle Yogahaltungen werden entsprechend der individuellen Bedürfnissen angepasst. Ursprünglich wurde dieser Stil, wie Desikachar es nennt, als „Ein Mund – zwei Ohren“ gelehrt. Mittlerweile leitet man Vini Yoga auch in Kleingruppen an, zugunsten des sozialen und gruppendynamischen Effekts. Vini Yoga ist der Ansatz einer individuellen Behandlung auch von kranken oder beeinträchtigten Menschen, der auch in der daraus entwickelten Yogatherapie umgesetzt wird.

Kundalini Yoga

Yogi Bhajan brachte 1986 Kundalini Yoga nach Amerika. Er gründete die 3 H Organisation, die seine Lehren bewahrt und weltweit verbreitet. Die drei H´s stehen für happy, healthy, holy (glücklich, gesund, ganzheitlich). Dieser Stil stammt aus Nordindien. Yogi Bhajan machte Lehren und Techniken des Kundalini Yoga öffentlich. Die Kundalini (auch Schlangenkraft) ist eine ruhende Kraft an der Basis der Wirbelsäule, die die Gegensätzlichkeit von Körper und Geist überbrücken kann. Die Übungen sollen diese Kraft wecken und bewirken, daß sie im Körper bis zum zum obersten Chakra aufsteigt. Mit diesem Erwachen sollen überwältigende Erfahrungen, außersinnliche Wahrnehmungen und ein überwältigendes Glücksgefühl einhergehen. Kundalini Yoga, ist eine Kombination von Asanas mit Pranayama, Mudras, Bhandas, Rezitieren von Mantren, Meditation und Entspannung. Typisch ist die Dynamik der Ausführung und die im Vergleich zu anderen Yogarichtungen einfachen Grundhaltungen. Die Präzision der Ausführung spielt eine untergeordnete Rolle. Sie sind stets mit Atemführung, innerer Konzentration und dem Gebrauch eines Mantras verbunden, deshalb wird überwiegend mit geschlossenen Augen praktiziert. Die Übungen werden in fest vorgegebener Reihenfolge (kriya) angeleitet, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Nach der Entspannungsphase gehört eine Meditationsübung zu jeder Yogastunde. Hier spielen Mantras und Mudras (spezielle Finger- und Armhaltungen) eine zentrale Rolle, sowie innere und äußere Konzentrationspunkte.

Tri Yoga

Kali Ray, die Meisterin des Tri Yoga, definiert ihre Flows als Meditation in Bewegung. Im Gegensatz dazu steht Vinyasa, was für sie bedeute,t den Prozess zu denken. Durch die kontinuierliche Wiederholung der Asana-Abfolgen, die wellenförmige Bewegung der Wirbelsäule (durch eine kontinuierlich ausgeführte Flexion und Extension der WS) und die konsequente Integration von Mudras und Atmung wird die bewußte Kontrolle ausgeschaltet. Dabei stellt sich ein tranceartiges Gefühl ein. Tri Yoga kennzeichnet einen linearen und systematischen Aufbau der Übungen. Dieser ist gegliedert von Basic bis Level 7. Dadurch hat der Yogi die Möglichkeit entsprechend seiner körperlichen Voraussetzungen die individuelle Yogahaltung zu finden und er wird auf schonende Weise auf fordernde Asanas vorbereitet.

Integraler Yoga

Diese von Sri Aurobindo entwickelte Form des Yoga vereint die Aspekte Jana, Bhakti und Karma Yoga. Sri Aurobindo bezieht sich damit auf die Terminologie der bekannten Schrift Bhagavad Gita. In der heutigen Zeit wird der integrale Yoga nach Sri Aurobindo als ganzheitlicher Weg in Kombination mit Yogaübungen und Meditation praktiziert.

Hormon Yoga

Dinah Rodrigues (aus Brasilien) studierte Psychologie und Philosophie. Als Yogalehrerin entwickelte sie eine Form der Hormontherapie durch Yoga für Frauen in den Wechseljahren. Typische Symptome wie Hitzewallungen, Kopfschmerzen und Osteoporose können durch entsprechende Übungen gelindert werden. Pranayama, Mudras, Bandhas, Mantren, Chakren sind Inhalte dieser Stunden.

Yin Yoga / Restorative Yoga

Eine sanfte Variante des Hatha Yoga, die die Energien des Körpers wieder aufbauen soll, es zielt nicht primär auf die Muskeln und Aufbau von Stärke, sondern mehr auf die bindegewebigsartigen Strukturen in der Tiefe. Wenige Positionen werden lange gehalten. Der Fluss der Lebensenergie des Chi soll gestärkt werden. Es bietet einen Ausgleich zu den meist sehr Yang-lastigen Yogastile im Hatha Yoga.

Anti-Gravity Yoga / Aerial Yoga

In an der Decke befestigten Tüchern wird ein körperorientierter und für Fortgeschrittene akrobatischher Yogastil praktiziert.